Chronik

Chronik – SPD-Ortsverein Waischenfeld 1972-2005

Am 2. Januar 1972 gründete sich im Rahmen einer Kommunalversammlung im Roten Roß der SPD-Ortsverein Waischenfeld. Heinrich Glas und Johann Schatz waren zu diesem Zeitpunkt bereits Mitglieder der SPD. Die folgenden neun anwesenden Bürger traten bei der Versammlung in die SPD ein: Hans Söllner, Stefan Hofmann, Manfred Höfig, Michael Schuster, Friedrich Braun, Franz Mader, Helmut Horn und Karl-Heinz Prinz. Während der Versammlung wurde Heinrich Glas zum 1. Vorsitzenden und Stefan Hofmann zum Schriftführer gewählt.

Die weiteren Mitglieder der Vorstandschaft wurden bei der ersten Mitgliederversammlung am 22. Januar 1972 im Gasthof Mai gewählt. Die Wahl ergab folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender: Heinrich Glas
2. Vorsitzender: Hans Schatz
Kassier: Andreas Haas
Schriftführer: Stefan Hofmann
Beisitzer: Hans Söllner, Michael Schuster, Andreas Fuchs

Die Gründung des SPD-Ortsvereins Waischenfeld wurde dabei tatkräftig vom Unterbezirksgeschäftsführer Hans Zeug, dem Kreisverbandsvorsitzenden Walter Engelhardt und dem Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Fritz Bärnreuther, unterstützt.

Bei der Kommunalwahl am 6. Februar 1972 wurde der Genosse Andreas Haas als erster Stadtrat aus den Reihen des neu gegründeten SPD-Ortsvereins gewählt.

In der Mitgliederversammlung am 22. April 1972 wurde einstimmig der SPD-Ortsverein Speichersdorf als Patenverein festgelegt.

Die Mitgliederversammlung am 7. Januar 1973 wählte Andreas Fuchs zum neuen Schriftführer. Die anderen Mitglieder der Vorstandschaft wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Im Jahr 1973 engagierten sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Waischenfeld beim Ausbau des Wanderweges am Bürgla. In 275 Arbeitsstunden wurden an fünf Samstagen insgesamt 83 Stufen betoniert. Ferner wurde von einigen Mitgliedern eine Ruhebank gestiftet und dort aufgestellt.

In den folgenden Jahren besuchten die Mitglieder des Ortsvereins zahlreiche regionale Treffen im Landkreis und Unterbezirk als auch überregionale Veranstaltungen der SPD. Beim Frankentreffen der SPD in Rotheburg ob der Tauber nahmen im Jahr 1973 18 Mitglieder an einer Kundgebung mit Hans-Jochen Vogel und Bundeskanzler Willy Brandt teil.

Im Jahr 1977 organisierte die Waischenfelder Genossen zusammen mit dem Patenverein aus Speichersdorf ein Zeltlager in Immenreuth. Aus Waischenfeld nahmen daran 17 Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren teil.

Aus beruflichen Gründen gab im November 1977 der Vorsitzende Heinrich Glas seinen Rücktritt bekannt. Bei den Neuwahlen der Vorstandschaft am 19.11.1977 im Gasthaus Tiedtke wurde der bisherige Schriftführer Andreas Fuchs mit großer Mehrheit der Stimmen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Darüber hinaus erfolgte die Aufstellung der Kandidatenliste für die Kommunalwahlen im Jahr 1978. Die Liste der SPD wurde vom neuen Vorsitzenden Andreas Fuchs angeführt, der ebenfalls für den Kreistag auf der SPD-Liste auf Platz 28 kandidierte. Bei den Stadtratswahlen am 5. März 1978 erhielt die SPD insgesamt 3265 Stimmen. Der Spitzenkandidat Andreas Fuchs erzielte 606 Stimmen und erhielt somit einen Sitz für die SPD im Waischenfelder Stadtrat.

Nach einer Wahlveranstaltung am 29. September 1978 in der Rotmainhalle in Bayreuth wurde der Ortsvereinsvorsitzende Andreas Fuchs zu einer Diskussionsrunde mit Bundeskanzler Helmut Schmidt eingeladen.

Am 24.04.1982 wurde das zehnjährige Bestehen des Ortsvereins gefeiert. Als Festredner konnte der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Bertold Kamm gewonnen werden. Weitere Gäste waren MdL Walter Engelhardt aus Mistelbach, Unterbezirksgeschäftsführer Wolfgang Kern, als auch Abordnungen der SPD aus Hollfeld, Plech und vom Patenverein aus Speichersdorf.

Bei den Stadtratswahlen im Jahr 1984 trat die SPD mit 14 Kandidaten und Andreas Fuchs, Hans Schatz, Georg Gruber und Franz Schuster auf den Spitzenplätzen an. Im Vorfeld der Wahlen wurden drei Wahlversammlungen in Waischenfeld, Köttweinsdorf und Nankendorf abgehalten. Mit einer Gesamtzahl von 5133 Stimmen, was einem Stimmenzuwachs von 57 Prozent gegenüber dem Ergebnis von 1978 (3265 Stimmen) entspricht, konnte die Liste der SPD wieder ein Stadtratsmandat für Andreas Fuchs verbuchen.

Im Juni 1985 wurde durch Recherchen von MdL Walter Engelhardt bekannt, dass bereits vor dem zweiten Weltkrieg der 1937 verstorbene Georg Brendel unter sehr schweren Umständen die Interessen der SPD in Waischenfeld vertreten hat.

Während des Wahlkampfs für die Landtagswahlen im Oktober 1986 machte die SPD-Führungsspitze eine Radtour durch die Fränkische Schweiz. Vorsitzender Andreas Fuchs begrüßte bei einer Diskussionsrunde im Biergarten des Gasthofes Gruber unter anderem MdL Walter Engelhardt, Bundestagskandidat Dr. Heinz Tischer und Bürgermeister Klaus Gendrisch aus Creußen. Hauptpunkt der Diskussion war das Thema Abwasserbeseitigungsanlagen.

Bei den Kommunalwahlen im Jahr 1990 erreichten die Waischenfelder Sozialdemokraten wieder einen Sitz im Stadtrat. Vorsitzender Andreas Fuchs wurde mit 997 zum dritten Mal in das Gemeindeparlament gewählt.

Ein trauriges Ereignis überschattete die Waischenfelder SPD am Anfang des Jahres 1991. Plötzlich und unerwartet verstarb das Gründungsmitglied Heinrich Glas am 25. Januar 1991 im Alter von 63 Jahren. Auf die Initiative von Heinrich Glas wurde der Waischenfelder SPD-Ortsverein in Leben gerufen, welchen er dann bis ins Jahr 1997 als Vorsitzender führte.

Im Juni 1992 verstarb ein weiteres Gründungsmitglied des SPD-Ortsvereins. Hans Schatz aus Gösseldorf verstarb im Alter von 63 Jahren. Hans Schatz wurde bei der Gründungsversammlung zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und begleitete viele Jahre weitere Ämter in der Vorstandschaft des Ortsvereins.

Bei den Stadtratswahlen im Jahr 1996 konnte Andreas Fuchs mit 1029 Stimmen sein bestes Wahlergebnis für sich verbuchen. Von insgesamt 128 Bewerbern bedeutete dies den 3. Platz unter allen Kandidaten.

Im Jahr 1997 feierte der SPD-Ortsverein Waischenfeld sein 25-jähriges Bestehen. Als Gäste konnte die stellvertretende Kreisvorsitzende, Christa Müller-Wilfing, der Vorsitzende des SPD-Patenvereins aus Speichersdorf, Max Haas und Udo Lunz vom Ortsverein aus der Gemeinde Aufseß begrüßt werden. Der Generalsekretär der Bayern-SPD, Wolfgang Hoderlein aus Kulmbach ehrte die folgenden Mitglieder des Ortsvereins für ihre langjährige Mitgliedschaft und Treue zur SPD: Günther Beyer, Andreas Fuchs, Andreas Haas, Manfred Höfig, Franz Schuster, Michael Schuster und Christof Wolf.

Dem Vorsitzenden Andreas Fuchs wurde im Jahr 1999 eine besondere Ehre zuteil. Für sein ehrenamtliches und politisches Engagement nominierte die SPD-Landtagsfraktion Andreas Fuchs als Mitglied der Bundesversammlung, die Johannes Rau zum Bundespräsidenten wählte.

Bei den Stadtratswahlen 2002 trat der Ortsverein mit Andreas Fuchs zum fünften Mal als Spitzenkandidat an. An Wahlveranstaltungen wurde ein politischer Frühschoppen im Gasthof „Rotes Roß“ mit dem Landratskandidaten, Karl Lothes aus Pegnitz abgehalten. Auf dessen Initiative hin fand erstmalig am selben Tag ein Gespräch mit dem Jugendstadtrat Waischenfeld im Bistro Tropica statt. Nach Andreas Fuchs, der nun seit 1978 ununterbrochen in der fünften Wahlperiode die SPD im Stadtrat vertritt, erhielt Dr. Udo Lunz, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Aufseß und seit 2000 im Breitenlesau wohnhaft, die meisten Stimmen.

Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juli 2003 wurden in Anwesenheit des Kreisvorsitzenden Hans Dötsch aus Heinersreuth Neuwahlen durchgeführt. Nach 31 Jahren als Kassier verzichtete Andreas Haas auf eine erneute Kandidatur. Ebenfalls stellte der Vorsitzende Andreas Fuchs seine Aufgabe zur Verfügung. Für den Posten des ersten Vorsitzenden wurde Dr. Udo Lunz aus Breitenlesau vorgeschlagen, der bereits seit 1993 den SPD-Ortsverein in Aufseß führt. Die Wahlen ergaben folgendes Gesamtergebnis:

1. Vorsitzender: Dr. Udo Lunz
2. Vorsitzender: Franz Schuster
Kassier: Adolf Otte in Holte
Schriftführer: Renate Friedrich
Kassenprüfer: Hannelore Lang, Baptist Ritter
Delegierte für UB: Franz Schuster, Markus Bäuerlein

Für ihre jahrzehntelangen Verdienste in der SPD wurden Ende August 2003 die zwei SPD-Urgesteine Andreas Fuchs und Andreas Haas durch den Landesvorsitzenden Wolfgang Hoderlein in einer Feierstunde im Roten Roß mit der Willy-Brandt-Medaille, der zweithöchsten Auszeichnung der Bayern-SPD und einem von Bundeskanzler Schröder unterzeichneten Ehrenbrief geehrt.

Im Jahr 2004 beteiligte sich die Waischenfelder SPD erstmals aktiv bei der Bürgermeisterwahl. Als einzige im Stadtrat vertretene Gruppierung unterstützte die SPD den amtierenden Bürgermeister Edmund Pirkelmann bei seiner erneuten Kandidatur neben seiner eigenen Liste (Bürgerblock Breitenlesau-Siegritzberg). Bei einem Familiennachmittag auf dem Maihof in Köttweinsdorf am 6. Juni 2004 referierte der alleinige Kandidat um das Bürgermeisteramt zum Thema „Kinder, Jugend und Familie“ und erläuterte die Situation rund um Kindergarten, Schule und Turnhallenneubau in der Stadt Waischenfeld.

Gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Aufseß führte dann im selben Jahr eine Brauereiwanderung von Waischenfeld über Nankendorf, Breitenlesau, Hochstahl bis nach Heckenhof unter der Leitung des Wanderführers Lorenz Polster durch.

In einem einstimmigen Beschluss der Vorstandschaft wurde der langjährige Vorsitzende Andreas Fuchs für seine Verdienste in der SPD und in der Kommunalpolitik in Waischenfeld zum Ehrenvorsitzenden des SPD-Ortsvereins Waischenfeld ernannt. Der Landtagsabgeordnete Wolfgang Hoderlein und der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Udo Lunz überbrachten Andreas Fuchs vor der alljährlichen Weihnachtsfeier die Glückwünsche des gesamten Ortsvereins.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag im Jahr 2004 ist der Ehrenvorsitzende des Ortsvereins, Andreas Fuchs im Alter von 68 Jahren verstorben. Im Jahre 1978 erstmals in den Waischenfelder Stadtrat gewählt, war Andreas Fuchs in der fünften Wahlperiode das dienstälteste Mitglied im Stadtrat. Im SPD-Ortsverein übernahm er kurz nach der Gründung das Amt des Schriftführers und führte den Ortsverein von 1977 bis ins Jahr 2003.

Am Anfang des Jahres 2005 stellten die Waischenfelder Genossen die Weichen für die Zukunft: Nach nun 33 Jahren als eigenständiger Ortsverein fassten die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung in Anwesenheit des langjährigen Wegbegleiters des Ortsvereins, Herrn Landtagsabgeordneten Wolfgang Hoderlein, den Beschluss der Fusion mit dem Ortsverein aus der Nachbargemeinde Aufseß, um mit den jungen Kräften der Genossen aus Aufseß gemeinsam die Herausforderungen in den nächsten Jahren gemeinsam anzugehen.

 

Chronik – SPD-Ortsverein Aufseß 1993-2005

Am 29. Mai 1993 trafen sich im Gasthof Rothenbach mehrere Mitglieder der SPD in einem Alter zwischen zwanzig und dreißig Jahren, um den SPD-Ortsverein Aufseß zu gründen. Bei den Wahlen zur Vorstandschaft des neugegründeten Ortsvereins ergab sich folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender: Udo Lunz
2. Vorsitzender: Gerd Rhein
Kassier: Georg Hofmann
Schriftführer: Martin Dix
Kassenprüfer: Dieter Langenfelder, Stefan Stenglein

Als Gäste waren bei der Gründung der Landtagsabgeordnete Walter Engelhardt aus Mistelbach, Evelyn Farnlacher (Ortsvereinsvorsitzende aus Gesees), Manfred Präcklein (Ortsvereinsvorsitzender aus Eckersdorf), Bernhard Rümpelein (Ortsvereinsvorsitzender aus Mistelbach) und der SPD-Kreisvorsitzende Hans Dötsch aus Heinersreuth anwesend.

Die Aufsesser Sozialdemokraten haben sich zum Ziel gesetzt, in Veranstaltungen neben bundes- und landespolitischen Themen, auch allgemeine Themen aufzugreifen und bei der nächsten Kommunalwahl im Jahr 1996 mit einer Liste für den Gemeinderat anzutreten.

Erste öffentliche Veranstaltung des Ortsvereins war im August desselben Jahres ein Vortrag des Landtagsabgeordneten Wolfgang Hoderlein aus Kulmbach (zu dessen Wahlkreis auch die Gemeinde Aufseß gehört) zum Thema „Die Wirtschaft im Keller, der Sozialstaat am Ende“.

Im Frühjahr 1994 konnte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende aus der Nachbargemeinde Heiligenstadt, Prof. Philipp Hümmer, für einen Diavortrag über „Das fränkische Dorf am Ende des 20. Jahrhunderts“ gewonnen werden. Prof. Hümmer erläuterte anhand der Entwicklung der ländlichen Gegend in den letzten Jahrzehnten, welche Bedrohungen aber auch Chancen sich für die Bevölkerung in den Dörfern, ergibt.

Im Superwahljahr 1994 machte sich die Präsenz des jungen Ortsvereins erstmals in Zahlen – sprich in den Wahlergebnissen – bei den Wahlen zum Bayerischen Landtag und zum Deutschen Bundestag bemerkbar. Bei der Landtagswahl konnte zum Beispiel der Erststimmenanteil für Wolfgang Hoderlein gegenüber dem Jahr 1990 um 11,9% auf 25,2% gesteigert werden. Bei der Bundestagswahl erhielt die SPD 24,4% der Zweitstimmen.

Bei den ersten Neuwahlen im Jahr 1995 wurde die Vorstandschaft des Ortsvereins im Amt bestätigt. Bereits ein Jahr vor den Kommunalwahlen zeichnete sich eine Zusammenarbeit mit den Freien Wählern hinsichtlich einer gemeinsamen Liste ab.

Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Zeit danach war das Thema einer Diskussionsveranstaltung unter der Leitung des Historikers Dr. Manfred Franze aus Ebermannstadt, bei der die Zeitzeugen Albert Hösch, Inge und Helmut Binner sowie Lina Langenfelder von der Geschehnissen der damaligen Zeit berichteten.

Wie sich seit einigen Monaten bereits abgezeichnet hat, bildete bei den Kommunalwahlen im März 1996 die SPD zusammen mit den Freien Wählern eine gemeinsame Liste. Wie schon bei den vorhergehenden Wahlen konnte das Ziel der Freien Wähler realisiert werden, mit Kandidaten aus nicht nur einer der drei früheren eigenständigen Gemeinden Aufseß, Neuhaus und Hochstahl anzutreten. Die Spitzenkandidaten waren Udo Lunz aus Aufseß, gefolgt von Günter Fischer aus Sachsendorf sowie Gemeinderat Albert Hösch, ebenfalls aus Aufseß. Wahlveranstaltungen wurden in den Orten Hochstahl, Sachsendorf und Aufseß mit der Unterstützung des SPD-Landratskandidaten Peter Goldbach und des Landtagsabgeordneten Walter Engelhardt durchgeführt. In Hochstahl konnte sogar der damalige SPD-Bundesgeschäftsführer und derzeitige EU-Kommissar für die EU-Osterweiterung, Günther Verheugen aus Kulmbach gewonnen werden. Die Wahlen zum Gemeinderat verliefen äußerst erfolgreich für die gemeinsame Liste. Die Freien Wähler waren wieder durch Albert Hösch im zukünftigen Gemeinderat vertreten. Mit Udo Lunz zog erstmals ein Sozialdemokrat in das Aufsesser Kommunalparlament ein. Mit 652 Stimmen erreichte Udo Lunz das fünftbeste Ergebnis aller Kandidaten.

Im Frühjahr 1997 wurde in vielen Stadt- und Gemeinderäten in der Region über die Ausweisung von Vorranggebieten für die Nutzung von Energie aus Windkraft diskutiert. In einer gemeinsamen Aktion mit dem SPD-OV Hollfeld besuchte eine Gruppe von 20 Personen die kurz vorher errichtete Windkraftanlage in Fernreuth bei Hollfeld. Anlagenbetreiber Murrmann erläuterte die Vorteile der Stromerzeugung aus Windenergie und ging ebenso auf die Schwierigkeiten von der Planung der Windkraftanlage bis zu deren Installation ein.

Das Jahr 1998 stand wiederum ganz im Zeichen von Wahlen. Nach der Besichtigung der Lehranstalt für Fischerei in Aufseß mit MdL Wolfgang Hoderlein und Bezirksrätin Inge Aures konnte bei der anschließenden Wahlveranstaltung Inge Aures ihre Fähigkeiten bei der Bewirtung der Zuhörer aufgrund ihres Amtes als Oberbürgermeisterin der heimlichen Hauptstadt des Bieres unter Beweis stellen. Wolfgang Hoderlein erzielte bei den Wahlen in der Gemeinde Aufseß 27.47 % der Erststimmen, Inge Aures 25.8 % der Erststimmen. Bei den Bundestagswahlen erzielte Anette Kramme 25,71 % der Erststimmen.

Einen Einschnitt gab es im Jahr 1999 in der Geschichte für den SPD-Ortsverein Aufseß: Aus beruflichen Gründen verlegte Dr. Udo Lunz seinen Hauptwohnsitz von Oberaufseß nach Schwieberdingen bei Stuttgart. Aufgrund des Ausscheidens des verloren die Aufsesser Sozialdemokraten deshalb ihren einzigen und bisher ersten Sitz im Gemeinderat. Für Dr. Udo Lunz rückte Frau Ingeborg Dix von den Freien Wählern in den Gemeinderat nach.

Im Herbst 1999 hielt der stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins, Matthias Arneth aus Hochstahl, einen Vortrag über die Auswanderung von Bürgern aus Hochstahl und Umgebung nach Amerika im 19. Jahrhundert. Ergänzend zu den Ausführungen konnte Felix Brand von der Emigration seines Onkels nach Amerika in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts berichten.

Eine gemeinsame Veranstaltung wurde im Herbst 2000 mit dem SPD-Kreisverband Bayreuth-Land zum Thema „Schalt die Zukunft ein“ im Rahmen der Energieoffensive der BayernSPD durchgeführt. Nach einer Besichtigung des Kleinwasserkraftwerks von Thomas Lunz fand eine Diskussionsrunde mit der Landtagsabgeordneten und Generalsekretärin der BayernSPD, Susann Biedefeld aus Weismain, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Karl Lothes aus Pegnitz, sowie mit Reinhard Bauernfeind aus Plech, Inhaber einer Energietechnikfirma und ebenfalls Betreiber von Wasserkraftanlagen über Energiesparen, Energierzeugung und Förderung alternativer Energieformen statt.

Ein aktuelles und regionales Thema war Anlaß einer Besichtigung der Brauerei Rothenbach mit dem Landratskandidaten der SPD, Karl Lothes aus Pegnitz, MdL Dr. Christoph Rabenstein und MdB Anette Kramme. In einer Diskussion im Anschluß an die Brauereiführung erörterten die SPD-Mandatsträger mit Diplombraumeister Frank Rothenbach die Notwendigkeit der Einführung eines Dosenpfands für die heimischen Brauereien.

Im Herbst 2001 war das Fränkische Dorf wiederum Thema einer Veranstaltung des Ortsvereins in Hochstahl. In einer gut besuchten Diskussionsrunde wurde mit dem Waischenfelder Bürgermeister Edmund Pirkelmann, mit der Zweiten Bürgermeisterin aus Gößweinstein, Frau Dr. Angelika Limmer und mit Frau Leitl, Geschäftsführerin der „Entwicklungsgesellschaft Rund um die Neubürg“ über die Fränkische Schweiz am Anfang des 21. Jahrhunderts diskutiert.

Bei den Kommunalwahlen im März 2002 traten der SPD-Ortsverein und die Freien Wähler zum zweiten Mal mit einer gemeinsamen Liste an. Von den amtierenden Mandatsträgern stellten sich sowohl Albert Hösch als auch Ingeborg Dix für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Weiterhin konnten Kandidaten aus dem Jahr 1996 aufgrund eines Wohnsitzwechsels nicht mehr kandidieren. Durch eine intensive und umfangreiche Kandidatensuche konnte letztlich im Dezember bei der ersten Nominierungsversammlung eine Liste mit 24 Kandidaten vorgestellt werden. Spitzenkandidat war Dieter Langenfelder (SPD, Aufseß), gefolgt von Ernst Rothenbach (FW, Aufseß) und Matthias Arneth (SPD, Hochstahl). Aufgrund des Verlustes von einem Platz im Gemeinderat vertritt nun Dieter Langenfelder seit dem 1. Mai 2002 allein die gemeinsame Liste im Aufsesser Gemeinderat.

Ende Mai 2003 feierte der SPD-Ortsverein sein 10-jähriges Bestehen in der Alten Posthalterei in Aufsess. Anlässlich des Jubiläums erstellten Matthias Arneth und Udo Lunz eine Festschrift mit einer Chronik des Ortsvereins. Der Landesvorsitzende der BayernSPD Wolfgang Hoderlein ehrte bei der Feier die Gründungsmitglieder Dr. Udo Lunz, Dieter Langenfelder, Martin Dix und Stefan Stenglein für ihre 10-jährige Mitgliedschaft in der SPD.

Die Vorstandschaft des Ortsvereins setzte sich 2003 aus folgenden Genossen zusammen:

Vorsitzender: Dr. Udo Lunz
Stv. Vorsitzender: Dieter Langenfelder
Stv. Vorsitzender: Matthias Arneth
Kassier: Dr. Uwe Oeh
Schriftführer: Martin Dix
Kassenprüfer: Dr. Hans Heißenstein, Wilhelm Scheuring.

Gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Ebermannstadt und der Forchheimer Landtagskandidatin Frau Dr. Angelika Limmer organisierten die Aufsesser Genossen eine Besichtigung der Fischzucht von Karl Schwegel in Wüstenstein. Am Abend fand noch eine Wahlveranstaltung mit Angelika Limmer im Gasthof Schoberth statt.

Ein weiterer Höhepunkt im Jahr 2003 war im August die Brauereiwanderung des Ortsvereins entlang des Brauereiwegs der Weltrekordgemeinde Aufseß von Aufseß über Sachsendorf, Hochstahl nach Heckenhof mit MdL Wolfgang Hoderlein und der Kulmbach Oberbürgermeisterin und Bezirksrätin Inge Aures. Über 40 Genossen und Genossinnen aus mehreren Landkreisen wanderten die 14 km lange Strecke und erhielten am Ende eine Urkunde der Weltrekordbrauereien.

Vor den Europawahlen 2004 referierte MdL Wolfgang Hoderlein in Aufseß zum Thema „Das neue Europa: Chancen und Risiken für Oberfranken“. Die Reformen in Deutschland  waren im Herbst das Thema einer Diskussionsveranstaltung mit Walter Engelhardt aus Mistelbach.

Bei der Jahreshauptversammlung am 28. Januar 2005 im Gasthof Rothenbach wurde einstimmig von den Mitgliedern der Beschluss gefasst, mit dem SPD-Ortsverein Waischenfeld die Zukunft gemeinsam zu gestalten und zu fusionieren.

 

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